Museen

Südtirol verfügt über eine Vielzahl von Museen. Das wohl bekannteste ist das Archäologiemuseum in Bozen mit Ötzi, dem „Mann aus dem Eis“. Aber auch die Gärten von Schloss Trauttmansdorff mit dem Touriseum und die kleineren Museen in den Dörfern Südtirols laden zu einem Besuch ein.

Das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen

Der „Mann aus dem Eis“ und seine überaus gut erhaltenen Beifunde bilden, eingefügt in den historischen Rahmen, den zentralen Ausstellungskomplex. Die weltbekannte Mumie aus der Kupferzeit mitsamt den Beifunden geben einen einzigartigen Einblick in das Leben eines jungsteinzeitlichen Menschen. Das Archäologiemuseum dokumentiert aber auch die Ur- und Frühgeschichte Südtirols vom Ende der letzten Eiszeit (15000 v.Chr.) bis zur Zeit Karl des Großen (um 880 nach Chr.). Rekonstruktionen, Modelle, Videos, Raumbilder und interaktive Multimedia- Stationen geben dem Besucher auf anspruchsvolle, aber auch unterhaltsame Weise einen Einblick in die Vergangenheit.

Messner Mountain Museum Firmian

Das Herzstück der Bergmuseen von Reinhold Messner ist MMM Firmian auf Schloss Sigmundskron bei Bozen. In sechs Türmen wird von der Entstehung, Erhabenheit und Eroberung der Gebirge berichtet. Die BesucherInnen erleben Ein- und Ausblicke in die Welt der Berge.

Das Naturmuseum Südtirol in Bozen

Das Landesmuseum für Naturkunde befindet sich im ehemaligen Amtshaus von Kaiser Maximilian I. Auf zwei Stockwerken wird dem Besucher Südtirols Landschafts- und Naturgeschichte nähergebracht. Im Erdgeschoss werden laufend interessante Wechselausstellungen gezeigt, welche durch Museums-pädagogische Aktionen ergänzt werden.

Die Ausstellung gliedert sich in zwei große Themenbereiche. Die „Steinwelt Südtirol“ spiegelt die Entstehung der Landschaften wieder. Der „Lebensraum Südtirol“ entstand vor ca. 15.000 Jahren, als Pflanzen, Tiere und Menschen zurückkehrten und das Land veränderten.

Modelle, Experimente, Dioramen und Multimedia- Stationen gewähren dem Besucher einen Einblick in Südtirols Erdgeschichte, in die Entstehung und Entwicklung der Lebensräume.

Das Südtiroler Landesmuseum für Kultur und Landesgeschichte auf Schloss Tirol in Dorf Tirol

Die Burg gab dem Land seinen Namen und dies als Dynastenburg der Grafen von Tirol. Die Errichtung der Burg geht ins 11. Jahrhundert zurück. Die Burg ist als Zeugnis mittelalterlicher Architektur einmalig. Schloss Tirol erweist sich als steinernes Zeugnis der Geschichte Tirols.

Der Schwerpunkt des Museums für Kultur und Landesgeschichte, beruht auf der Geschichte des Landes Tirol von den Anfängen bis in die heutige Zeit.

In der Kirche der Vorburg werden archäologische Fragestellungen und die Frühgeschichte des Berghügels erörtert. Im Kernbereich der Burg befasst sich das Museum mit der Entstehung und der Baugeschichte der Burg, den Grafen von Tirol und dem Werden des Landes Tirol. Weitere Themenbereiche greifen die mittelalterliche Bilderwelt, die Gesellschaft, das höfische Leben, den Alltag und die Versorgung der Burgbewohner, die Rechts- und Verfassungsgeschichte und die Restaurierungsgeschichte der Burg auf.

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran und Touriseum

Es handelt sich hierbei um den schönsten Garten Italiens. Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff versammeln über 80 Gartenwelten in idealen klimatischen Bedingungen. Die Gärten erlauben Einblicke in exotisch-mediterrane Landschaften, Ausblicke auf die umliegenden Bergketten und auf die Kurstadt Meran.

Pflanzen aus der ganzen Welt versammeln sich in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff: Laub- und Nadelhölzer aus Nordamerika und Ostasien verströmen einen Hauch von Exotik, der nördlichste Olivenhain Italiens, Zypressen, Pinien und leuchtende Sonnenblumen, Lavendel, Rosmarin und Thymian lassen eine mediterrane Stimmung aufkommen. Die Wasser- und Terassengärten vereinen unterschiedliche Gartenstile Europas und bieten „grüne Räume“ zum Verweilen. Natürlich darf die Landschaft Südtirols in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff nicht fehlen: An die Sumpflandschaften erinnert ein Auwald, ein natürlicher Flaumeichenwald erstreckt sich über den Hang und ein Weinberg und Obstanger beherbergen ein breites Spektrum einheimischer Sorten.

Inmitten der Gärten befindet sich das Schloss, das Graf Trauttmansdorff 1850 aus mittelalterlichen Ruinen wieder errichten ließ, welchen Kaiserin Elisabeth, Sissi, als Wintersitz schätzte. Heute befindet sich im Schloss Trauttmansdorff ein Museum, das Touriseum, das dem Besucher 200 Jahre alpine Tourismusgeschichte, auf sehr unterhaltsame Weise, näherbringt.

Das Südtiroler Weinmuseum in Kaltern an der Weinstraße

Das 1955 gegründete Südtiroler Weinmuseum war das erste dieser Art südlich der Alpen. Es befindet sich im Zentrum der Marktgemeinde Kaltern an der Weinstraße, im Zehentkeller des landesfürdtlichen Pflegehauses. Der Besucher erhält hier einen Einblick in die alte Weinbautradition Südtirols.
Im Weinmuseum sind alte Arbeitsgeräte aus der Zeit um Christi Geburt, Geräte des alten Weinbaues, von der Pergl bis zum Kelter, Werkzeuge des Fassbinders, Behälter und Gefäße aus Kupfer, Glas und Holz, ausgestellt. Schriftzeugnisse berichten über den Wein als Zins- und Zahlungsmittel. Es sind auch die Berufszweige, die vom Wein lebten, wie der Fassbinder, Saltner, sowie Weinsäumer und Fuhrleute dargestellt. Ein Besuch dieses Museums gibt einen Einblick in das Arbeitsjahr eines Weinbauern in alter Zeit und vermittelt gleichzeitig auch die Bedeutung des Weines für die Volkskultur in Südtirol.
Führungen nur nach Vereinbarung. Es besteht auch die Möglichkeit einer Weinverkostung.

Das Dorfmuseum Tramin

Dorfmuseum Tramin

Dorfmuseum Tramin

Es sind Geräte für Handwerk, Wein- und Ackerbau, Haus- und Hofwirtschaft ausgestellt. Die Traminer Faschingsfiguren aus dem „Egetmann“- Umzug, welcher auf einen heidnischen Brauch zurückgeht, bilden einen Schwerpunkt des Museums.
Führungen nur nach Vereinbarung.

Das Museum Castello del Buonconsiglio in Trient

Das Museum, das sich im Castello del Buonconsiglio befindet, verfügt über verschiedene Sammlungen. Die Räume des Castelvecchio und des Magno Palazzo enthalten eine reiche Sammlung mittelalterlicher und moderner Kunst: Leinwand- und Tafelgemälde, Fragmente abgenommener Fresken, Möbel und Wandteppiche, imposante Kachelöfen, zarte Porzellane und Majoliken aus dem italienischen 16. Jahrhundert. Weiters finden sich hier Bildhauereiwerke von der karolingischen Zeit bis zum Rokoko, Münz-, Briefmarken- und Grafiksammlungen. Die bekannten Musikhandschriften aus dem 15. Jahrhundert und die aus der Sammlung des Musikwissenschaftlers Feininger, darunter ein Purpurevangeliar (5. Jh.) und das gregorianische Sakramentarium (9. Jh.), sind wertvolle Sammlungen des Museums.