Wanderungen

Durch submediterrane Mischwälder und an Bergwiesen entlang führen Wanderwege direkt von Salurn oder von Castelfeder aus hinauf in den Naturpark Trudner Horn.

Der Naturpark Trudner Horn weist eine Fläche von 6.870 ha auf. Beinahe der gesamte Naturpark ist von vielfältigen Waldgesellschaften bestockt und besitzt durch seine Ausdehnung der submediterranen in die alpine Höhenstufe die artenreichste Fauna und Flora der Südtiroler Parkgebiete.

Das Naturparkhaus Trudner Horn

Das Naturparkhaus, welches nach dem Motto „Verborgenes sichtbar machen“ konzipiert wurde, befindet sich im Dorfzentrum von Truden. Teil des Hauses ist die „Alten Elevator-Mühle“, welche 1948-49 erbaut und jetzt vollständig restauriert wurde. Der Besucher wird spielerisch und informativ die Welt des Naturparks, dessen Fauna und Flora, seinen geologischen Aufbau, die Kulturlandschaft und die Geschichte, entdecken. Anhand von Tonbildschauen und Videofilmen wird dem Besucher die Vielfalt der sieben Südtiroler Naturparke nähergebracht. Der Aussenbereich ist mit einem Wildkräutergarten und typischer Porphyr- und Kalksteinvegetation des Parks ausgestattet. Im Amphibienbereich befinden sich Frösche, weitere Lurche, Wasserläufer und Libellen.

Die Bletterbachschlucht

Der Bletterbach (360° Foto Bletterbach) formte am Fuße des Weißhorns eine der europaweit interessantesten Schluchten. Die Gesteinsschichten weisen ein Alter von 250 Millionen Jahren auf. Darin hat sich der Bach auf einer Strecke von zwölf Kilometern und einem Höhenunterschied von 2000 m gegraben.Der Bletterbach hat seinen Namen vom Plätschern, das die schwer zugänglichen Wasserfälle verursacht.Im „Südtiroler Canyon“, wie die Bletterbachschlucht auch bezeichnet wird, fand man zahlreiche versteinerte Zeugen der Vergangenheit. Vor vielen Jahren sind Forscher auf ein fossiles fleischfressendes Reptil mit einer Länge von drei Metern gestoßen, das bisher nur in der Bletterbachschlucht gefunden wurde. Ein weiterer seltener Fund ist ein Lurch von über zwei Metern Länge. In der Schlucht lagern nicht nur versteinerte tierische Fährten, sondern auch Abdrucke von Blättern, Ästen, Wurzeln und Nadeln der ältesten Bäume der Erdgeschichte. Bei der Wanderung durch den Canyon fallen die farbenreichen Gesteinsschichten in den mächtigen Felswänden auf. Hier wuchsen im warmen Meer Korallenstöcke, aus denen die Dolomiten entstanden. Der Rosengarten, der Latemar und das Weißhorn sind Riffe ehemaliger Atolle, wie sie heute noch in der tropischen Karibik vorkommen. Eine weitere Besonderheit am Ende der Bletterbachschlucht sind die bizarren Gesichtsformen aus Stein. Man erkennt das Gesicht eines alten Mannes, eines Löwen u.a. Durch die Einwirkung von Wasser, Schnee, Eis und Wind entwickeln sich jährlich neue Gestalten.

Offizielle Website: www.bletterbach.info

Der Albrecht-Dürer-Weg von Laag nach Buchholz

Der „Albrecht-Dürer-Weg“ führt von Laag nach Segenzano (Cembratal).
1494 wurde dieser Weg vom deutschen Maler Albrecht Dürer auf seiner Reise nach Venedig begangen, daher stammt der Name „Dürerweg“. Der Weg, an dem sich noch Reste von Kalköfen befinden, ist teilweise gepflastert und stellenweise in senkrechte Felswände gehauen. Die rund 20 Meter hohe und sorgfältig gemauerte Bogenbrücke lässt darauf schließen, dass dieser Weg von jeher große Bedeutung besaß. Diese wird als „Römerbrücke“ bezeichnet und überquert die Schlucht des Laukusbaches. Urkunden belegen, dass dieser Weg als Umgehung des Etschtales benutzt wurde, wenn Überschwemmungen das Gebiet der Salurner Klause unpassierbar machten, so auch von Albrecht Dürer.

Wegverlauf: Vom Freiheitsplatz in Laag (231 m) der Markierung 7 folgend zum Tennisplatz. Hier links abbiegen, auf dem geteerten Sträßchen und später auf dem alten Weg, zum Hof Amort (422 m). Auf dem Pflasterweg, der zuletzt hoch über der Schlucht verläuft, zur großen Steinbrücke (ca. 570 m). Von dort auf dem breiten Weg die Steilhänge, Baumbestände und freien Fluren querend zum Dörfchen Buchholz (563 m). Gehzeit ab Laag ca. 2 Std. Teils auf der Straße, teils auf dem abkürzenden Altweg (Markierung 1) nach Salurn (224 m). Von dort (oberhalb der Kirche) auf dem schmalen, über den Ansitz Karneid führenden Sträßchen in ebener Wanderung nach Laag.

Gehzeit ab Buchholz ca. 2 Std.
Höhenunterschied: 350 m
Gesamtgehzeit: ca. 4 Std.
Schwierigkeitsgrad: für gehgewohnte Wanderer leicht und problemlos.

Wanderberichte:

Von Aldein zum Bletterbach

Diese landschaftlich äußerst interessante Runde führt in die Bletterbachschlucht zwischen Aldein und Radein am Regglberg.

Man steigt in die schmale Schlucht, das sogenannten „Taubenleck“ hinunter, dann geht es neben dem Bach zum großen Kessel, das als „Butterloch“ bezeichnet wird. Über Treppen erreicht man einen 35 Meter hohen Wasserfall und schließlich den obersten Schluchtabschnitt, „Gorz“ genannt.

Wegverlauf: Anfahrt von Aldein über den Weiler Lerch und weiter bis zu einem Waldparkplatz nahe der Lahneralm (1550 m). Auf dem Waldweg 3 steil hinunter zum Grund der Schlucht. Dort einer Rotpunktmarkierung folgend, teils auf einem Steig, teils weglos eben bis leicht ansteigend und schluchtaufwärts bis zum großen, rundlichen „Butterloch“. Das befindet sich in der Nähe des Wasserfalls und rechts über Metalltreppen empor zum oberen Schluchtabschnitt (1540 m). Problemloser Rückweg über den Bach auf einem markierten Pfad durch die Steilwand hinauf zu einem Brünndl und von dort auf einem breiten Forstweg leicht abfallend zurück zum Parkplatz.

Höhenunterschied: ca. 300 m
Gesamtgehzeit: ca. 2,5 – 3 Std.
Schwierigkeitsgrad: Für einigermaßen trittsichere Wanderer problemlos. In der Schlucht auf Steinschlag achten.

Von Truden zu den umliegenden Almen

Vom sonnigen Dorf Truden, das über dem Südtiroler Unterland liegt, befindet sich auf westlicher Seite eine besonders hübsche und leichte Kurzwanderung zur herrlich gelegenen Zisloner Alm (1251 m). Diese bewirtschaftete Alm ist in einer gemütlichen Gehstunde auf einem breiten, leicht ansteigendem Weg erreichbar. Wesentlich länger, aber landschaftlich genauso ansprechend, ist die Wanderung die durch die südseitigen Wälder zur Krabes- und Hornalm führt. Diese Wanderungen befinden sich allesamt im Naturpark Trudner Horn, einem großen Naturschutzgebiet, das sich südwärts bis gegen Altrei und Salurn ausdehnt.
Wegverlauf: Von Truden (1127 m, man gelangt von Auer oder Neumarkt nach Truden) immer der Markierung 5 folgend durch Wiesen und Wald südostwärts zu einem flachen Waldsattel hinauf und rechts zur Krabesalm (1540 m, Einkehrmöglichkeit, ab Truden ca. 2 Std.). Auf Weg 9 westwärts zum Ziss-Sattel (1439 m) und auf dem breiten Weg ¾ in Serpentinen zur Hornalm (1730 m, ebenfalls Einkehrmöglichkeit, ab der Krabesalm ca. 1,5 Std.). Wieder zurück zum Ziss-Sattel und stets der Markierung 4 (und E 5) folgend in mäßig absteigender Waldquerung nach Truden zurück (ab Hornalm ca. 2 Std.).

Höhenunterschied: ca. 600 m
Gesamtgehzeit: 5 – 6 Std.
Schwierigkeitsgrad: Für gehgewohnte Wanderer problemlos.

Fernradweg Bozen-Verona

Radwege auf dem Dämmen der Etsch oder am Talrand ermöglichen ausgedehnte Radtouren, Trient oder Bozen erreicht man je nach Kondition und sportlichem Ehrgeiz in ein bis zwei Stunden.