Castelfeder - Ein Biotop
Die aus Griechenland heimkehrenden Maler der Romantik nannten die Hügel von Castelfeder „Arkadien Tirols". Dies ist bezeichnend für die kahlen, vom Eiszeitgletscher abgeschliffenen Porphyrkuppen, dazwischen befinden sich lauschige Mulden und Steppenrasen, weidendes Vieh, wucherndes Strauchwerk, ein Teich und morastige Tümpel, uralte Eichen, rätselhafte Ruinen und eine unglaubliche Lebensvielfalt der mediterranen Natur.
Einen besonderer Lebensraum stellen die Teiche des Biotops dar: Im Sommer wird das Wasser stark erwärmt, so dass der Suaerstoffgehalt abnimmt. Durch die Verdunstung sinkt zu dem auch noch der Wasserspiegel und dabei steigt die Konzentration der gelösten Mineralsalze. Dies wiederum ermöglicht eine üppige Entwicklung der Wasserpflanzen. Je nach Wassertiefe können so eine vielzahl von Pflanzenarten, welche ihrerseits die Nahrungsgrundlage für die vielfältige und reiche Fauna der Teiche darstellen, beobachtet werden.
Siedlungsspuren:
Castelfeder war durch Jahrtausende ein Mittelpunkt menschlichen Daseins im Unterland. Stein- und bronzezeitliche Volksstämme, Räter, Römer, Rätoromanen, Ostgoten, Langobarden, Franken, Bajuwaren und mittelalterliche Adelsgeschlechter, die sich im fruchtbaren Siedlungsdreieck Montan-Neumarkt-Auer niederließen, verschanzten sich in unruhigen Zeiten immer wieder auf der strategischen Anhöhe.
Nach dem Fall des Weströmischen Reiches ließ das byzantinische Kaiserreich kurz nach dem Jahr 500 Castelfeder als Bastion gegen den Germanen neu befestigen. Auf dieser „Akropolis" konnten hunderte Menschen samt Vieh und Vorräten Zuflucht finden. Ein letzter Rest der 500 m langen Ringmauer dieser größten Festung des Etschtals, die der Bauweise der Stadtmauer Konstantinopels ähnelt, sind die „Kuchelen"..
Ausgangspunkt für Wanderungen, Radtouren und Ski fahren
Von Frühjahr bis in den Spätherbst ist das Haus ein idealer Startpunkt für Wanderungen in den Naturpark Trudner Horn und die nähere Umgebung. Im Winter erreicht man in 20 Minuten die Skigebiete von Pampeago und Obereggen.